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Weltpolitik

Michel: EU erwägt mehr Militärhilfen für Moldau

Hilfe beim Aufbau der Streitkräfte geplant

Die Europäische Union erwägt zusätzliche militärische Unterstützung für die Republik Moldau, wie EU-Ratspräsident Charles Michel bei einem Besuch in der Hauptstadt Chisinau der ehemaligen Sowjetrepublik erklärt. Die EU prüfe, wie sie Moldau mehr militärische Unterstützung zukommen lassen könne, darunter auch mehr Hilfe beim Aufbau der Streitkräfte des kleinen südosteuropäischen Landes, sagt Michel auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Moldaus Präsidentin Maia Sandu.

Dies komme zusätzlich zu der von der EU bereits zugesagten Unterstützung in den Bereichen Logistik und Cyberverteidigung. Michel nennt keine Details, betont aber, es sei äußerst wichtig, eine Eskalation zu vermeiden.

Es wird befürchtet, dass der seit mehr als zwei Monaten andauernde russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sich auf Transnistrien ausweiten könnte. In der abtrünnigen moldauischen Provinz sind etwa 1.500 russische Soldaten stationiert. Mehrmals gab es bereits Vorfälle, so wurden etwa zwei Radiomasten gesprengt. Die transnistrischen Separatisten und Moskau machen für die Anschläge die Ukraine verantwortlich - Kiew dementierte.