Boris Johnson

Weltpolitik

Boris Johnson spricht per Video im ukrainischen Parlament

Der britische Premierminister Boris Johnson will am Dienstag per Videoschalte im ukrainischen Parlament sprechen.

Nach Angaben der Downing Street soll er der erste ausländische Regierungschef sein, der sich seit Kriegsausbruch direkt an das Parlament in Kiew wendet, das trotz des russischen Angriffskrieges weiter tagt.

Nach einem im Voraus verschickten Redemanuskript will Johnson daran erinnern, dass auch das britische Parlament sich im Zweiten Weltkrieg weiter versammelt und das britische Volk damals eine solche Einigkeit und Entschlossenheit gezeigt habe, dass man sich an die Zeit der größten Gefahr auch als eine Sternstunde erinnere. "Dies ist die Sternstunde der Ukraine, ein episches Kapitel in Ihrer nationalen Geschichte, das über Generationen hinweg erinnert werden wird." Ihre Kinder und Enkelkinder würden eines Tages sagen, dass die Ukrainer der Welt gezeigt hätten, dass "die brutale Macht eines Aggressoren nichts ist gegen die Moral eines Volkes, das für seine Freiheit kämpft", so Johnson.

Der konservative Politiker wollte zudem weitere Militärhilfe im Wert von 300 Millionen Pfund (357 Millionen Euro) zusagen und Spezialfahrzeuge für den sicheren Transport von Zivilisten schicken. Johnson hatte vor einigen Wochen den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Kiew getroffen. Auch die britische Botschaft in Kiew ist mittlerweile wieder geöffnet.