UNO-Generalsekretär Antonio Guterres

Regierung

UNO-Chef Guterres Mittwoch bei Van der Bellen und Nehammer

UNO-Generalsekretär Antonio Guterres besucht von Mittwoch bis Freitag Österreich.

 Anlass ist das Frühjahrstreffen des höchsten Koordinations- und Strategiegremiums der Vereinten Nationen, das unter der Leitung von Guterres am UNO-Sitz in Wien stattfindet. Während des Besuches sind am Mittwoch Arbeitsgespräche mit Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Bundeskanzler Karl Nehammer, Außenminister Alexander Schallenberg und Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka vorgesehen.

Im Fokus der Gespräche sollen laut einer Aussendung der Präsidentschaftskanzlei der Krieg in der Ukraine und dessen internationale Auswirkungen stehen. Maßnahmen und Strategien im Kampf gegen den Klimawandel werden ebenso besprochen. Am Mittwochnachmittag nehmen der UNO-Generalsekretär und der Bundespräsident an einer Diskussionsveranstaltung an der TU Wien zum Thema Energiewende teil. Dabei wird es einen Besuch des Plus-Energie-Bürogebäudes und ein Treffen mit Schülern und Studenten geben.

Das UNO-Treffen des "Chief Executives Board for Coordination" (CEB) bringt unter Vorsitz von Guterres die Führungsspitzen der UNO-Organisationen in Wien zusammen. Darunter sind unter anderen die UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, der Untergeneralsekretär für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten, Martin Griffiths, der Exekutivdirektor des UNO-Welternährungsprogramms, David Beasley, der Hohe Flüchtlingskommissar der UNO, Filippo Grandi, der Untergeneralsekretär für Friedenssicherungseinsätze, Jean-Pierre Lacroix, der Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) , Rafael Grossi, die Untergeneralsekretärin für Abrüstungsfragen, Izumi Nakamitsu, der Leiter des UNO-Entwicklungsprogramms, Achim Steiner, der Generaldirektor für industrielle Entwicklung, Gerd Müller, die Exekutivdirektorin des UNO-Umweltprogramms, Inger Andersen, der Präsident der Weltbank, David Malpass, und die Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kristalina Georgieva.

Außenminister Schallenberg (ÖVP) zeigte sich im Vorfeld stolz darüber, dass die "Vorstandssitzung" der UNO in Wien als einem von vier Amtssitzen der Vereinten Nationen stattfindet. "Wir haben damit nicht nur eine vorzeigbare Visitenkarte im Ausland, sondern auch eine ökonomisch wertvolle Ressource im Inland", betonte Schallenberg in einer Aussendung. "Die Welt braucht den direkten Austausch und das persönliche Gespräch mehr denn je. Als Amtssitz zahlreicher Internationaler Organisationen und Institutionen trägt Österreich als Ort der Begegnung und des Dialogs dazu wesentlich bei."

Guterres hatte Ende April Kreml-Chef Wladimir Putin in Moskau und anschließend den ukrainische Präsidenten Wolodymyr Selenskyj besucht. Ein Vermittlungsangebot der UNO zur Evakuierung von Zivilisten war vom Russland abgelehnt worden. Russische Truppen hatten während des Kiew-Besuchs des UNO-Generalsekretärs mehrere Raketen auf die ukrainische Hauptstadt abgefeuert. Guterres hatte eine Aufklärung russischer Kriegsverbrechen in dem Kiewer Vorort Butscha verlangt sowie Untersuchungen des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) dazu unterstützt.