meinungen

Andreas Mölzer

Warum wir die Pandemie schleunigst beenden sollten

Der frühere FPÖ-Politiker hat die Pandemie satt und will endlich deren Ende verkünden.

Schön langsam mehren sich die Stimmen aus dem Kreis der etablierten Virologen, Epidemiologen und sonstiger Fachleute, wonach Omikron das Auslaufen der unseligen Pandemie bedeuten könnte. Und so nach und nach mehren sich auch die Stimmen in den etablierten Medien, die da einen Hoffnungsschimmer am Horizont ­sehen. Und sogar aus dem Kreis der professionellen Angsthasen, nämlich unserer regierenden Politiker, kommt die eine oder andere Stimme, die da Optimismus vermittelt.

Corona hat sich selbst abgeschafft

Dabei ist die Realität bereits eine ganz andere. Die Corona-Pandemie hat sich längst selbst abgeschafft. 90 Prozent der vermeldeten Infizierten sind nicht krank. Die Situation in den Krankenhäusern und auf den Intensivstationen ist längst entschärft. Die vermeldeten Corona-Toten sind zumeist sehr alte, ­wegen anderer Krankheiten moribunde Menschen. Daher:
Schluss mit der Angstmache! Die Pandemie in Zeiten der Omikron-Variante ist längst weitestgehend eine Pandemie der Angst und der Angstmache seitens der Politik und der Medien. Insbesondere vonseiten der verantwortlichen Politiker wagt es niemand, die Realität anzusprechen. Er könnte ja des fahrlässigen und verantwortungslosen Optimismus geziehen werden, wenn es doch noch schlimmer käme. So wie seinerzeit Kanzler Kurz, der im Sommer das Ende der Seuche verkündet hatte. Und die Medien gefallen sich bis zum heutigen Tag allzu häufig in Panikmache und Horrorschlagzeilen.

Schluss mit dem Lockdown für Ungeimpfte! Als erste Maßnahme und unverzüglich ist der völlig sinnlose und willkürliche Lockdown für die Ungeimpften aufzuheben. Dieser hat nichts gebracht, außer Spaltung unserer Gesellschaft und Diskriminierung eines großen Teils der Bevölkerung!

Schuss mit allem!

Schluss mit den Massentestungen! Ebenso sinnlos ist das tägliche Massentesten, wo zwischendurch bis zu eine Million Menschen pro Tag getestet wurde. Zwar ist es – für wen muss noch geklärt werden – ein gewaltiges Geschäft, hat aber uns Österreicher in einen Zustand der Angststarre versetzt, wenn es heißt, dass täglich 20.000, 30.000 Menschen infiziert sind. Dass diese zu 90 Prozent Gesunde sind, wird durch die Testungen ja nicht klargemacht.

Schluss mit dem Impfzwang! Der Zwang zu einer Impfung, die gegen die ­angesprochene Krankheit kaum hilft und die eine Pandemie beenden soll, die es gar nicht mehr gibt, ist schlicht paradox, ja kafkaesk. Der durch die Impfpflicht gegebene Eingriff in die Grundrechte der Bürger, in das Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Körper, ist absolut unverhältnismäßig und gehört schleunigst zurückgenommen.


Schluss mit Quarantäne und Contact Tracing! Die Quarantäne Infizierter und deren Kontaktpersonen bringt uns im Zuge der Omikron-Variante in größte gesellschaftliche und wirtschaftliche Schwierigkeiten. Durch sie ist die relevante Infrastruktur gefährdet, durch sie werden Hunderttausende, wenn nicht Millionen Menschen aus dem Arbeitsprozess und der Versorgung herausgenommen. Weg damit!


Schluss mit allen Reisebeschränkungen! Die Reisebeschränkungen innerhalb der Europäischen Union haben die Verbreitung des Virus in keiner Weise verhindert. Sie widersprechen nur dem in der EU geheiligten Prinzip der offenen Grenzen. Und sie befeuern eine Entfremdung zwischen den europäischen Nationen, ruinieren den Tourismus und isolieren Menschen. Weg damit!


Schluss mit allen übrigen Maßnahmen! Somit ist es höchst an der Zeit, das Zwangsregime der Regierung, wie es sich in Corona-Zeiten eingebürgert hat, in allen übrigen Be­reichen auch zu beenden. Maskenpflicht und Abstandsregeln, die Beschränkungen beim Einkaufen und Kulturbetrieb sowie beim Sport müssen der Eigenverantwortung und der pragmatischen Vernunft der Menschen weichen! So wie es seit Menschengedenken bei ­einer winterlichen Grippewelle oder bei grassierenden Erkältungen und Schnupfenwellen üblich ist, müssen die Menschen individuell darauf achten, sich nicht anzustecken.


Die Politik und die Medien, aber auch die Bürger müssen sich wieder der Lösung der wirklich relevanten Probleme zuwenden. Der Bildungsmisere der Jugend, wie sie in Corona-Zeiten entstanden ist, der drohenden Arbeitslosigkeit, den Firmenpleiten, der Inflation und schließlich der Finanzierung jener Milliarden, die uns diese Corona-Pandemie und ihre chaotische Bekämpfung gekostet haben.  

 

Andreas Mölzer war ein führender – und streitbarer – Politiker der FPÖ, die er auch im Europäischen Parlament vertreten hat.