AktenAusschuss

Affären

Zu viel Papier im U-Ausschuss: Stahlträger musste her

Angesichts der Papierflut im U-Ausschuss musste im Aktenleseraum ein Stahlträger eingebaut werden. Der Spaß kostete die Steuerzahler mehr als 6.500 Euro.

Kein Witz: Weil das Finanzministerium dem Ibiza-U-Ausschuss seinerzeit zu viele Papierakten schickte, musste der Aktenleseraum für die Abgeordneten mühsam mit ­einem Stahlträger verstärkt werden. Hintergrund ist, dass vor allem die ÖVP-geführten Ministerien den Abgeordneten das Leben so schwer wie nur möglich machen wollen. So werden die Dokumenten mit denkbar hohen Sicherheitsqualifizierungen geschickt, damit sie auf Papier ausgedruckt geliefert werden müssen. Die Folge davon ist dass die Parlamentarier die Akten nicht mehr nach Stichworten durchsuchen können.

Steuerzahler müssen dafür - zahlen

Die Steuerzahler werden es zwar nicht spüren - die Volten der Ministerien kosten aber Geld. Immerhin 6.555 Euro musste die Republik an Handwerker überweisen, die einen kräftigen Stahlträger unter den Aktenleseraum anbrachten. Der Vorteil: Der Boden des Leseraums im Ausweichquartier wird nicht einbrechen. obwohl die Papierflut ja auch im aktuellen ÖVP-U-Ausschuss anhält. Allerdings: Besonders ärgerlich ist, dass das Parlament im Herbst ja wieder ins Haupthaus zurück übersiedelt - die Investition also nicht sehr nachhaltig war.