Affären

Nächster Wirbel um Nehammers 'Familien-Betrieb'

Nach der Cobra-Affäre steht jetzt eine Berlin-Reise des Kanzlerpaars im Fokus.

Wien/Berlin. Nach der Moskau-Reise von Bundeskanzler Karl Nehammer beschäftigt die Opposition - konkret die FPÖ - nun auch eine Berlin-Reise des Kanzlers. Dieser traf am 31. März traf den deutschen Kanzler Olaf Scholz und Wladimir Klitschko. Begleitet wurde er von seiner Frau, Katharina Nehammer. Und genau dieser Umstand führt nun zu einer parlamentarischen Anfrage von FPÖ-Abgeordnerter Christian Hafenecker, die ÖSTERREICH vorliegt.

'Wieso war Katharina Nehammer mit dabei?'

Hafenecker will vom Bundeskanzler via Anfrage wissen:

  • Wer war alles bei der Dienstreise nach Berlin dabei?
  • Wie kam es dazu, dass „Kanzlergattin Kaharina Nehammer beim Zusammentreffen mit Wladimir Klitschko in Berlin anwesend war“?
  • Waren auch „Georg Streiter, Kai Diekmann oder andere Personen der „BILD-Connection“ dabei“?
  • Wer davon war auch in Kiew und Moskau dabei?
  • Wie hoch waren die Reisekosten nach Berlin und wer bezahlte sie?

Erst Berlin, dann Kiew und Moskau. Die NEOS haben bereits – ÖSTERREICH berichtete – eine eigene Anfrage zur Rolle des neuen Kanzler-Berater Kai Diekmann gestellt.

Das Foto. Die FPÖ bezieht sich bei der Anfrage auch auf ein Foto von Nehammer und Wladimir Klitschko in Berlin. Auf diesem sehe man im Hintergrund eben Katharina Nehammer.
Diese hatte in der deutschen Hauptstadt angegeben, dass sie selbst Termine dort habe.

Anwesenheit. Die Blauen wollen nun freilich auch wissen, ob Katharina Nehammer auch „bei anderen Terminen dabei“ gewesen sei und, ob ihre „Anwesenheit“ beim Treffen mit Klitschko „unmittelbar erforderlich“ gewesen sei.

Richtlinien. Zudem fragt die FPÖ nach, ob es „„Richtlinien für die Begleitung des Bundeskanzlers durch die Ehegattin, Verwandzte oder andere nahestehende Personen“ geben würde.
Katharina Nehammer ist freilich nicht die erste Frau eines Kanzlers, die diesen zu einem Arbeitsbesuch begleitet. Auch in der Vergangenheit reisten Ehepartner etwa zu Visiten nach Paris mit.